Markus 12, 28-34

Und es trat zu Jesus einer der Schriftgelehrten, der ihnen zugehört hatte, wie sie miteinander stritten. Als er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das höchste Gebot von allen? Jesus antwortete: Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft« 5. Mose 6,4-5. Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« 3. Mose 19,18. Es ist kein anderes Gebot größer als diese.

Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Ja, Meister, du hast recht geredet! Er ist einer, und ist kein anderer außer ihm; und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und mit aller Kraft, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer. Da Jesus sah, dass er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen.

 

Liebe Gemeinde,

wir haben unseren Glauben nicht erfunden. Wir haben uns nicht ausgedacht, wie unser Gott aussehen könnte. Wir haben nicht bei null angefangen, wenn es um unsere Gottesvorstellung geht.

Nein, wir sind als Christen alle eingetreten in den Glauben unserer Väter und Mütter. Unser Bild von Gott ist nicht selbstgemacht, sondern von dem geprägt, was unsere Vorfahren uns überliefert haben.

Meine Gottesvorstellung ist nicht am Schreibtisch entstanden oder beim Nachdenken, sondern beim Hören auf das, was andere vor mir gesagt haben. Ich habe mir meinen Gott nicht ausgedacht. Er ist keine Erfindung, keine individuelle Wunschvorstellung, sondern er war und er ist mir immer vorgegeben. Das alles ist sicher kein Beweis dafür, dass es Gott wirklich gibt, und dass er keine Erfindung ist. Wenn ich ihn nicht erfunden haben, dann waren es eben die Menschen vor mir – am besten noch in grauer, sogenannter „vor-wissenschaftlicher“ Zeit. So würden es die Atheisten sagen. Und die Kritiker würden hinzufügen: Ein uraltes, traditionelles, unkritisch übernommenes Gottesbild ist noch schlimmer als ein selbst entwickeltes.

Nein, ein Beweis für die Existenz Gottes ist unser übernommener, alter, geprägter Glaube nicht, aber doch ein Wegzeigen von uns selbst, wenn es um die Gottesvorstellung geht.

Es sind nicht wir, die unseren Gott definiert haben. Es sind nicht wir, die ihn entdeckt haben und seine Charakterzüge beschrieben. Es sind nicht wir, die unserem Glauben die Farbe und den Glanz verliehen haben.

Das alles haben wir vorgefunden und übernommen. Wir können uns nicht dafür rühmen. Dieser Gedanke – und er ist ein erster und wichtiger Gedanke dieses Israel-Sonntags – lehrt uns Bescheidenheit und Demut.

Demut und Dankbarkeit gegenüber unseren Vätern und Müttern im Glauben, gegenüber denen, die uns den Glauben vermittelt haben, gegenüber den Aposteln und Zeugen, die ihn in der Heiligen Schrift bezeugt und bis nach Rom und weiter getragen haben, aber vor allem und heute besonders gegenüber dem Volk Israel, dessen uralte Glaubenserfahrung und dessen Weisheit das Fundament unseres Gottesbildes ist.

Wir Christen fangen mit Jesus und den Aposteln ja nicht irgendwie neu an, sondern wir bauen auf das auf, was vorher durch den Gott Israels und den Vater Jesu Christi gegeben war. Paulus wird nicht müde, das zu sagen. Bei all den einschneidenden und konfliktreichen Brüchen, die der Christusglaube auch bei Paulus gegenüber dem Judentum mit sich bringt: Paulus hält bescheiden fest:

„Nach alledem, was sich uns in Jesus neu gezeigt hat, erscheinen uns die Juden zwar wie Feinde. Aber sie sind und bleiben nach der Erwählung Geliebte um der Väter willen. Denn Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen (Röm 11,28f.).“

So rühme dich als Christusgläubiger nicht gegenüber den Zweigen, also den Juden. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich (Röm 11,18).“

Wir sind nicht und wir haben nicht die Wurzel unseres Glaubens, sondern wir haben sie vorgefunden im alten, geschichtserprobten und leidgeprüften Glauben Israels.

Diese Wurzel haben wir nicht nur vorgefunden und nach längerer Prüfung irgendwie für gut befunden, sondern diese Wurzel „trägt“ uns, sagt Paulus. Diese Wurzel ist so stark und so wichtig, dass sie nicht nur Teil unseres Glaubens ist, sondern Grundlage.

Der eine Gott Israels, sein Wort und seine Taten, sein Wesen und seine Zuwendung zu den Menschen sind die Basis für alles, was wir glauben und lehren.

Jesus setzt sich von diesem alten, überlieferten Glauben nicht ab, sondern bringt ihn auf den Punkt.

Als man ihn – wohl auch, um ihn auf die Probe zu stellen – nach dem höchsten Gebot fragte, hat er geantwortet:

Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft« Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.

 

Jesus bietet hier treffsicher so etwas wie das Herzstück des Alten Testaments.

Gefragt nach dem höchsten Gebot, hätten wir vielleicht an die Zehn Gebote gedacht und eines davon ausgesucht. „Du sollst nicht töten.“, das halten heute die meisten für das wichtigste Gebot.

Jesus wählt nicht aus den Zehn Geboten Israels aus oder aus den unzähligen anderen Bestimmungen des Alten Testaments. Nein, er wählt das zentrale Glaubensbekenntnis Israels, das ein frommer Jude täglich spricht, einen heiligen Text, der in seiner Verbreitung und Wichtigkeit vielleicht mit unserem Vaterunser zu vergleichen ist. „Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft.“

 

Dieses Gebot aus dem 5. Buch Mose konkurriert nicht mit den Zehn Geboten. Es fasst sie zusammen. Es bietet zusammen mit dem Gebot der Nächstenliebe ihre Essenz.

„Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft.“

Diese Worte sind nicht nur Gebot, sondern auch Glaubensbekenntnis, denn sie sagen in knappster Kürze, was den Glauben Israels – und damit auch unseren Glauben – ausmacht. Hier sind zwei Grundpfeiler zu nennen, ohne die unsere Gottesvorstellung nicht denkbar wäre.

 

I

Der Herr, unser Gott, ist einer.

Es gibt nur einen Gott. Monotheismus nennen wir das, und dann scheint für uns alles klar zu sein. Es gibt mehrere Religionen, die monotheistisch sind. Es gab mehrere alte Kulturen, in denen sich der Gedanke entwickelte, dass es nur einen Gott geben kann, der die Welt im Innersten zusammenhält.

Im alten Ägypten gab es solche Strömungen, und auch die großen Philosophen in Griechenland gingen trotz ihrer reichen Götterwelt davon aus, dass es eigentlich hinter allem, was ist, nur eine Ursache, ein Prinzip, einen Sinn geben kann.

Darin sind sich, wenn ich es richtig sehe, auch die beiden großen Antipoden Platon und Aristoteles einig, die Rafael hier in Rom so großartig in die Mitte seiner „Schule von Athen“ gemalt hat.

Wenn dieses Universum nicht in die Unkenntlichkeit auseinanderfällt, wenn allgemeine Prinzipien erkennbar sind, wenn man sich über Jahrtausende hin verständigen und verstehen kann, dann muss das eine Ursache und eine Grundlage haben – und nicht unendlich viele.

Das alte Israel hat eine bemerkenswert reife, durchdachte und nüchterne Gottesvorstellung – und das alles schon in einer Zeit, als die Römer noch viele verschiedene und verschieden zuständige Gottheiten verehrten. Unser Stadtbild zeugt bis heute davon.

 

Unser heutiges Bibelwort bekennt: Der Herr, unser Gott, ist einer.

Das ist etwas anderes, als es das erste der Zehn Gebote sagt: „Du sollt keine anderen Götter neben mir haben.“

Israel sagt nicht nur: Es gibt viele Götter, aber du sollt dich auf einen konzentrieren.

Israel sagt: Es existiert nur ein Gott. Alle anderen sind Götzen und Wahnvorstellungen.

Dieser Glaube war damals gewagt. Und was ich gerade als philosophisch überzeugend – und für mich persönlich zwingend – verkauft habe, ist heutzutage wieder umstritten.

Der Monotheismus wird kritisiert. Der große deutsche Ägypten-Kenner Jan Assmann sieht in den monotheistischen Religionen gefährliche Tendenzen zu Intoleranz und Gewalt. Wer nur einen Gott kennt, will auch, dass andere diesen einen Gott anerkennen. Wer nicht von mehreren Göttern ausgeht, will auch keine anderen Religionen.

Uns ist sofort klar, dass eine polytheistische Kultur, also eine, die viele Götter kennt, mehr Vielfalt zulässt. Einfach gesagt: Wenn es mehrere Götter nebeneinander gibt, dann kann auch jeder seine Gottheit – in welcher Form auch immer – haben. Jeder hat seine Gottesvorstellung und seinen religiösen Kult – wie immer der auch aussieht.

Und so eine Vorstellung passt auch in die kulturelle Strömung unserer Zeit, die Vielfalt und Offenheit einfordert. Jeder Kult und jede Gottesvorstellung ist wertvoll und im Nebeneinander wünschenswert.

Der konsequente Ein-Gott-Glaube Israels, der auch der Glaube der Kirche ist, steht dabei im Raum wie ein erratischer Block, denn er lässt sich in die Vielfalt der Religionen nicht so einfach einordnen.

Er sagt ja nicht nur: „Ich glaube nur an meinen einen Gott, und die anderen können glauben, was sie wollen.“  Er sagt ja auch: „Es gibt nur diesen einen Gott. Alle anderen Gottesbilder und Vorstellungen sind nichtig.“

Diesen universalen und immer wieder auch polemischen Aspekt unseres Glaubens dürfen wir nicht übersehen oder verstecken.

Glaube hat, wenn er ehrlich ist, immer mit der Wahrheitsfrage zu tun. Und wenn unser Gott nicht nur eine Teilwahrheit abdecken soll, sondern der universale Grund und Zielpunkt von allem, was ist, sein soll, dann muss er die einzige Wahrheit sein.

Und ja: Es gibt eine grausame und blutige Geschichte der monotheistischen Religionen, die ihren alleingültigen Glauben durchsetzen will. Das Christentum war in vielen Epochen dabei nicht zimperlich.

Wie gehen wir mit dem Wahrheitsanspruch unseres Glaubens um? Wie halten wir treu und mutig an dem einen Gott fest, ohne Andersgläubigen Gewalt anzutun?

Das ist eine gewaltige Herausforderung für jeden Christenmenschen in unserer Zeit, wenn er nicht als rückständig und intolerant diffamiert werden will.

Jetzt reden unsere Bibelverse aus dem Alten Testament nicht nur von einem klaren und dabei sterilen und trockenen Monotheismus, sondern lassen auch ein zweites wichtiges Prinzip des biblischen Glaubens erkennen.

 

II

Du sollt Gott, den Herrn, lieben.

Unsere Regung gegenüber der Gottheit soll „Liebe“ sein.

Wir können die Bedeutung dieser Tatsache gar nicht hoch genug einschätzen. Wir können kaum ermessen, was dieses Wort „Liebe“ in der Gottesbeziehung für eine Prägekraft für unsere gesamte Religion hat.

Die Kinder Israels sollen ihren Gott „lieben“.

Die alten Römer, liebe römische Gemeinde, haben ihre Götter nicht geliebt. Sie haben ihnen gedient. Sie haben ihnen Opfer dargebracht, um sie gnädig zu stimmen oder etwas von ihnen zu bekommen.

Das ist eine Geschäftsbeziehung, aber keine Liebe.

Die Griechen haben Gott gedacht, aber nicht geliebt.

Andere Religionen würden ihre Haltung der Gottheit gegenüber vornehmlich als „Gehorsam“ definieren oder als „Nachahmung“.

Wieder andere Religionen sehen das Ziel religiöser Prägung in „Gleichmut“ und „Ruhen in sich selbst“.

Israels Gott will geliebt werden. Von Herzen, emotional, leidenschaftlich, ehrlich, Schwäche zeigend.

Das ist eine Besonderheit unter allen Religionen.

Wir sollen Gott lieben.

Auch dem modernen Christentum geht dieser Satz schwer über die Lippen. Seit der Aufklärung ist es – besonders im protestantischen Glauben – nicht schicklich, von Gottesliebe zu reden.

Man glaubt an Gott, man denkt sich Gott, man hält sich an Gott. Aber Gott lieben, das will man nicht mehr. Zu dinglich, zu emotional, zu unreflektiert scheint das zu sein.

In Deutschland wird man ohnehin in allen Bereichen schmallippig, wenn es um die Liebe geht.

Als der deutsche Bundespräsident Gustav Heinemann einmal gefragt wurde, ob er Deutschland liebe, hat er geantwortet: „Ich liebe meine Frau.“

Liebe, das ist also etwas für zwischenmenschliche Beziehungen, nicht für Abstraktes, Großes, Kulturelles und schon gar nicht für den lieben Gott.

Da zeigen sich die Deutschen gerne abgeklärter, nüchterner und distanzierter. In Italien redet man öfter von der Liebe. Vielleicht zu oft. Das passt dann zum typischen Bild vom allzu sehr von Emotionen geleiteten Südländer.

Wer liebt, gibt sein Herz zu erkennen, wird angreifbar und parteiisch. Das ist schon richtig.

Aber unter diesem Preis ist der Gott Israels nicht zu bekommen.

Wenn wir genau hinschauen, dann sehen wir auch, dass das zentrale Gebot, das Jesus hier aus dem Alten Testament zitiert, nicht nur von naiver, emotionsgeleiteter Liebe spricht, sondern ein psychologisch anspruchsvolles Bild von Liebe hat.

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit deinem ganzen Verstand und mit all deiner Kraft.“

Liebe, das sind nicht nur wilde Gefühle, die einen überkommen, sondern Liebe schließt alle Facetten der menschlichen Persönlichkeit ein: Das Herz, die Seele, den Verstand, den Willen.

Liebe im Sinne der Bibel ist eine Haltung, die alles Regungen der Menschen einschließt: Das Gefühl, aber auch das kritische Denken, den Willen und das Handeln und die Selbstannahme.

Mir scheint es weniger so, als müssten wir den Begriff der Liebe aus dem Glauben und der Kultur herausnehmen, als vielmehr so, dass wir den abgenutzten Begriff „Liebe“ wieder mehr im Sinne unserer Bibel füllen.

Lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, und von ganzem Verstand: Das verdient nicht nur unser Gott, sondern das verdienten auch die vielen anderen Geschöpfe um uns herum.

 

Der Gott Israel und der Vater Jesu Christi wollen geliebt werden. Dieses Profil unseres Glaubens müsste viel deutlicher herauskommen.

Wir sind keine Religion der Unterwerfung, der Selbstaufgabe oder des reinen Denkens: Wir sind eine Religion der Liebe zu Gott und den Menschen.

Unsere Welt und unser Alltag kennt genug Regeln und Statistiken und Maximen. Was unsere Welt bräuchte, wäre echte Leidenschaft mit Sinn und Verstand, mit anderen Worten: Liebe.

Und das bedeutet für das Vertreten unseres universalen Glaubens: Nicht preisgeben, sondern bezeugen, nicht mit Gewalt durchsetzen – denn das widerspricht dem Glauben im Kern – sondern durch unser Leben überzeugen.

Denn es ist wahr: Der Herr, unser Gott, ist der Herr allein. Und wir können Gott danken, dass nicht nur Israel das hören soll, sondern dass auch wir diese Wahrheit gehört haben und die ganze Welt diese Wahrheit hören soll.

 

Gott bleibt kein National-Gott eines Volkes, sondern er will, dass die ganze Welt erkennt und zu ihm findet. Schon das alte Israel hat diese Vision (Jes 2; Micha 4).

Und in Jesus Christus bricht sich diese Öffnung zu aller Welt Bahn.

 

Wenn Jesus, wie wir heute gehört haben, aus dem Alten Testament zitiert und den Glauben Israels auf den Punkt bringt, dann gibt er sich damit nicht nur als Teil seines Volkes zu erkennen.

Jesus glaubt nicht nur an diesen einen Gott Israels.

Er bezeugt ihn, lebt ihn, gehört von seinem Wesen her zu ihm, ist sein Sohn, sagt die Bibel.

Und er zeigt dadurch in unübertroffener Weise, dass die Liebe zu Gott keine Einbahnstraße ist.

Nicht nur wir sollen Gott lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit ganzem Verstand und ganzer Kraft.

Sondern auch er liebt uns in jeder Hinsicht mit allen Konsequenzen.

Die Leidenschaft und das Leiden eingeschlossen.

Echte Liebe schließt das Leiden nicht aus, sondern nimmt es in Kauf.

Jesus hat nicht nur davon geredet. Er hat die Welt bis zum Ende geliebt.

Nicht, um die alten Worte an Israel abzulösen, sondern um sie von Gottes Seite her zu füllen.

Sollten wir ihn dafür nicht lieben – von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit unserem Verstand und all unsrer Kraft?

Amen.

10. Sonntag nach Trinitatis – Pfr. Dr. Jonas